So profitiert China vom Iran-Krieg > politisch und militärisch, was heißt das für Taiwan?
von Jürgen Heinz Peter Deutsch / Freelancer / @Deutsch_Zeit||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
POLITIK
Der Erste Vorteil ist militärisch, der Zweite ist, jedes mal, wenn die USA in einem Konflikt Kapazitäten binden, stehen diese nicht in Asien zur Verfügung.
Das stärkt Chinas relative Macht in der eigenen Region.
Der Krieg im Iran schwächt die amerikanischen Munitionsvorräte weiter, die schon vor dem Beginn der Kampfhandlungen nicht auf dem nötigen Niveau waren, und im Ernstfall in einem Taiwan-Szenario volle Einsatzfähigkeit gewährleisten können. Von Abfangraketen bis zu Präzisionslenkwaffen sind die Staaten-Fähigkeiten geschwächt und es wird Jahre, nicht nur Monate dauern, diese wieder aufzubauen. Sollte Peking eine Invasion (Blockade) der demokratisch regierten Insel Taiwan (Abspaltung durch ehem. Tschiang Kai-scheck) noch vor Ende des Jahrzehnts anstreben, haben sich durch den selbst gewählten Kriegseinsatz der USA im Iran Chinas Erfolgschancen gerade verbessert. Das hat auch Auswirkungen auf auf die Fähigkeit Xi Jinpings, deutlich unterhalb der Schwelle einer Invasion großen Druck auf Taiwan auszuüben, etwa durch eine "Seeblockade". Der Iran-Krieg schwächt die Beziehungen der USA zu ihren Alliierten und lässt die öffentliche Kritik an Washington D.C. wachsen, selbst im eigenen Land. Das ist ganz im Sinne Pekings, man kann sich als besonnen und vernünftig präsentieren, während President Donald J. Trump sich einen Affront nach dem nächsten leistet. Die Lage währe eine andere, stünde der Iran-Krieg zwar in der Kritik, wären die Vereinigten Staaten aber in ihren Zielen erfolgreich. Könnten sie durch massive Gewalt und völkerrechtlich höchst fragwürdige Maßnahmen die politischen Bedingungen Teherans dominieren, hätte man sich in Peking mit großer Vorsicht positionieren müssen, stattdessen sieht man, wie die beindruckende Militärmacht China der USA an der strategischen Unfähigkeit ihrer politischen Führung scheitert > und von Irans Drohnen begraben wird. Wie schon Russland hat auch Iran von der chinesischen Führung Dual-Use-Güter erhalten und scheint noch deutlichere militärische Lieferungen in Erwägung zu ziehen.
Obwohl Peking mit Blick auf die Golfstaaten mit Bedacht vorgehen will, ist es in seinem Interesse, das der Iran diesen Krieg nicht "verliert". Um nicht zu verlieren, braucht Teheran mit > Endzeit-Heroismus< nur zu überleben. Xi Jinping sieht die Chancen dafür nicht schlecht.
FAZIT
Das Beste für China daran ist, das kaum mehr nötig ist, als abzuwarten. Der chinesischen Führung ist klar, das andere Mächte unter weitaus größerem Druck stehen, z. B. die See-Blockade der "Straße von Hormus" zu beenden und den Krieg einzuhegen >...<


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