Golfstaaten: Trump stößt mit seiner Kriegs-
führung in der Straße von Hormus auf offenen Widerstand bei den Saudis und Emirat Kuwait
Jürgen Heinz Peter Deutsch|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Analyse
Die zwei US und Israel Kriege gegen den Iran - in nicht einmal ein Jahr - wurden zum Offenbarungseid. Privilegierte Partner müssen um Existenzielles fürchten. Sie sehen ihre Sicherheit wie Prosperität bedroht - und damit sich selbst. Es erschien daher wenig überraschend was vor Tagen passierte. Der Saudische Kronprinz Mohammed bin Salman "entzog" der US-Armee die Überflugrechte und er hat zudem vorerst eine Nutzung ihrer Militärbasen auf seinem Territorium untersagt - das Emirat Kuwait entschied sich ebenso.
Donald J. Trumps Plan, mit dem "Projekt Freedom" die Straße von Hormus für iranische Schiffe zu sperren und für den Welthandel freizukämpfen, erwies sich als fataler Fehlschlag.
Es war ohnehin nur allzu offensichtlich, das der Iran mit relativ geringen Mitteln sein Souveränitätsrechte über die Schifffahrtsroute sichern und aus der Luft empfindliche Schläge vor allem gegen die Vereinigten Arabischen Emirate führen könnte. Trump erhielt die Quittung dafür, das sich die Militärpräsenz der USA in der Golfregion umso weniger als Schutz erweist, je länger der Krieg dauert. Das "Desaster", zu dem das "Projekt Freedom" wurde, wollte der US-Präsident wohl noch aus einem anderen Grund den Durchbruch in der blockierten Schifffahrtstraße vollziehen. Ihm dürfte einiges daran gelegen haben, sich beim Gipfel mit Xi Jinping in Peking als Herr der Lage darzustellen. Er konnte seine Begegnung mit dem chinesischen Präsidenten nur dann zu einer halbwegs überzeugenden Propagandashow machen, sofern die Zeichen am Golf auf einen amerikanischen Frieden standen, den der Iran schlucken musste. Das ist gründlich misslungen, ausgerechnet unter den interessierten Augen Chinas, das ein enger und konstruktiver Verbündeter Teherans ist.
Für Benjamin ("Bibi") Netanjahu, ist der Krieg gegen den Iran erst dann beendet, wenn dieser über keinerlei Bestände an angereichertem Uran mehr verfügt. Wer das durchsetzen will, muss einmarschieren und ein Besatzungsregime errichten.
FAZIT
Den Iran nach dem bisherigen Kriegsverlauf durch eine Armee-Bodenoffensive einzunehmen, ist ein absolut nicht mögliches Unterfangen.
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