DER SOZIALSTAAT - kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsprojekt - was unser Land zusammenhält > RENTE - finanziert aus den Beiträgen der Beschäftigten
von Jürgen Heinz Peter Deutsch / Freier Journalist / @Deutsch_Zeit|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ANALYSE
Fast schon wie ein politisches Ritual kommt alle paar Jahre jemand (BK Friedrich Merz) um die Ecke und warnt, der Sozialstaat sei zu teuer. Vor allem aus dem CDU-konservativ-liberalen Spektrum sprießt regelmäßig Kritik an seiner Größe. So erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mehrfach: "Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar." Kürzungen oder strengere Regeln, etwa beim Bürgergeld, das inzwischen Grundsicherung heißt und geschliffen wurde. Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände argumentieren zudem, steigende Sozialabgaben belasten Unternehmen und Beschäftigte zu stark.
Stimmt aber nicht! Das Grundprinzip des Sozialstaats ist einfach: Risiken werden gemeinsam getragen. Beschäftigte zahlen Beiträge in die Sozialversicherungen ein - etwa in die Renten-, Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung. Wer krank wird oder den Arbeitsplatz verliert oder im Alter Unterstützung braucht, erhält Leistungen aus dem System. Anders als es Merz und Wirtschaftslobbyisten anmuten lassen, sind das keine Almosen, sondern ein gesellschaftlicher Vertrag.
Die Studien zeigen ein anderes Bild. Nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung ist der Anstieg der Sozialausgaben in Deutschland im internationalen Vergleich nämlich relativ moderat. Gleichzeitig wächst die soziale Ungleichheit - und viele Menschen empfinden ihre wirtschaftliche Situation als unsicher.
Mit "Stabil bleiben - sozial gestalten" setzt die Gesellschafts-Debatte gezielt etwas entgegen - und widerspricht den Erzählungen vom angeblich, aufgeblähten Sozialstaat mit konkreten Fakten und Forderungen.
FAZIT
Während also Merz (CDU) strotzende Kürzungsprogramme entwerfen, arbeiten Sozialverbände und zivilgesellschaftlichen Organisationen an konkreten Vorschlägen für einen starken Sozialstaat der Zukunft! Der Sozialstaat ist kein Luxus. Er ist eine Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und für den sozialen Zusammenhalt in unserem Deutschland.













