MANAGEMENT & PLEITEN
Insolvenz durch Manager-Fehler / Manager-Reaktion erst, wenn es zu spät ist / Verantwortungslosigkeit in der Chefetage
Einer der Gründe für die hohe Zahl von Arbeitssuchenden ist das Schleifenlassen der Unternehmer-Zügel beim Management in der Chefetage
KOMMENTAR
Jürgen Heinz Peter Deutsch
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wenn ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz schlechte Arbeit leistet folgt nach den Abmahnungen meistens die Entlassung, nicht so bei den vermeintlichen Managern in der Chefetage. Da wird meistens weitergemanagt - bis zur Insolvenz. Meistens ist das Management mangels kaufmännischen Fachwissens, etwa mit dem Erkennen und Beherrschen von Krisen überfordert. Warum das eine Unternehmen eine Krise übersteht, das andere aber nicht, darüber existiert inzwischen eine stattliche Anzahl von Büchern.
In einer Untersuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem verhängnisvollen Titel "Warum Firmen Pleite machen" kam man zu dem Ergebnis, das die Managementqualitäten im Betrieb eine sehr entscheidende Rolle unter den Firmenpleiten spielen. Die KfW kommt in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, das die Insolvenzen nie auf eine einzige Ursache zurückzuführen sind. Erst das Zusammenspiel mehrerer Zustände - von veralteten Produkterzeugnissen, über eine zu geringe Eigenkapitalquote, bis zum ungünstigen Konjunkturverlauf - führe dazu, das ein Unternehmen zahlungsunfähig wird. So kommt es zu dem Fazit: Managerverhalten ist ein Indikator für die Gefährdung eines Unternehmens. Bei einer drohenden Unternehmenspleite werden in den meisten fällen die Arbeitnehmer/innen zu erst verunsichert, belogen, betrogen und am Ende des Szenarios ist die Firma kaputt. Manager verabschieden sich reicher vom Unternehmen, Mitarbeiter werden jedoch ärmer.
In den Chefetagen fehlt es offensichtlich an der Gesamtverantwortung für das Unternehmen und den Betriebsangehörigen. Die nach jahrelanger Betriebszugehörigkeit auf der Straße stehen und dem Staat, nicht dem Unternehmen zur Last fallen. Die Folgeerscheinung der vermeidbaren Insolvenz-Fällen ist, das der Staat immer ärmer dasteht. Hier sind die Politiker gefordert im Einklang mit den Lobbyisten der Wirtschaftsverbände eine Änderung auf den Weg zu bringen. Zukünftige Managerausbildung muss praxisnäher gestaltet werden. Zurzeit ist das Insolvenz-Recht in der Juristerei angesiedelt, die Betriebswirtschaftslehre (BWL) hingegen streife das Krisenszenario eines Unternehmens allenfalls am Rande. Die Eigensanierung, Krisensymptome sowie auch die unternehmensstrategischen Chancen der Insolvenz würden schlicht ausgeblendet. Ob Reformstau oder Unternehmens-Insolvenzen - der Verdrängungsmechanismus funktioniert in Old-Germany am besten.
FAZIT
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