Chinas transnationale Repression
von Jürgen Heinz Peter Deutsch / Freelancer / @Deutsch_ZeitExil-Chinesen die in Deutschland Schutz suchen, berichten von Gewaltandrohungen durch das kommunistische Regime in China.
Falun Gong Künstler bringen mit Tanz und Musik die traditionelle chinesische Kultur ins Theater - ein China vor dem Kommunismus. Die illegalen Falun Gong Aktivitäten haben auch hierzulande sicherheitspolitische und gesellschaftliche Folgen.
Der Zug rollt gerade in den Berliner Hauptbahnhof ein, als das Handy beim angerufenen piept - Nummer (Spam): unbekannt > trotzdem angenommen - eine weibliche Stimme meldet sich am anderen Ende der Leitung - erst auf Englisch, dann auf Chinesisch, gleichmäßig, maschinenartig, als kämen die Worte von einem Tonband: "Es liegt ein wichtiges Dokument in der chinesischen Botschaft in Berlin, Märkisches Ufer 54, Stadt-Mitte für Sie bereit. Kommen Sie es abholen. Das dies keine freundliche Einladung war. Es war vielmehr eine Erinnerung: Man weiß, wo man sich aufhält.
Es ist die schwarze Liste der Kommunistischen Partei Chinas (KPCH). Seit über 20 Jahren lebt der Angerufene in Deutschland unter ständiger Bedrohung durch die KPCH. Gegen ihn ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Was erlebt wird, ist kein Einzelfall. Eine Analyse der in Deutschland lebenden Falun Gong Aktivisten zeigt: das transnationale Repression in Deutschland einem strategischen System folgt. Hinter den Übergriffen steht ein komplexes Zusammenspiel staatlicher und nicht staatlicher Akteure. Chinesische Falun Gong Praktizierende würden demnach innerhalb Deutschlands systematisch eingeschüchtert, bestraft und zu Schweigen gebracht.
Deutsche Oper Berlin (U-Bahnhof, Deutsche Oper)
Die Repression der KPCH im Ausland trifft längst nicht mehr nur einzelne Dissidenten, auch kulturelle Veranstaltungen in Deutschland z. B. Deutsche Oper Berlin, gerieten ins Visier, wie Vorfälle zeigen. Dahinter steht der Versuch, Einfluss darauf zu nehmen, was Menschen in Deutschland sehen können und was nicht.
FAZIT
Seit fünfundzwanzig Jahren berichten mehrere Theater in Deutschland von Drohbotschaften im Zusammenhang mit Gastspielen von Shen Yun Performing Arts. Das New Yorker Tanzensemble wurde 2006 von Falun Gong-Praktizierenden gegründet.


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