Berliner SIX DAYS / SIXDAYS
> Bahnradsport-Geschichte <
Berliner-Event (6 Tage mal 24 h) - 1909 in der Berliner Ausstellungshalle am Zoologischen Garten
von Jürgen Heinz Peter Deutsch / unabhängiger Journalist / @Deutsch_Zeit
Der Berliner Sportpalast (Potsdamer Straße) > Eröffnung 1910 und in den 1920er Jahre (Goldene Zwanziger) ist das Bahnrennen: Volksfest, Kirmes, Gesellschafts- ereignis, Treffpunkt für Halbwelt >Prostitution, geile Frauen< Prominenz, Wettmafia, Tausende Zuschauer im "Heuboden", Rauch, Alkohol, Live-Musik (Otto Kermbach), Schriftsteller wie Joseph Roth, Egon Erwin Kisch berichten begeistert und ironisch.
In dieser Zeit entsteht auch der Sportpalast-Walzer mit den berühmten "vier Pfiffe" - gepfiffen von Reinhold Habisch, Spitzname: "KRÜCKE" >...<
Der Abriss des alten Sportpalasts erfolgt 1973, mit dem Umzug in die Deutschlandhalle - erbaut 1935, mit dem "Freitragenden Dach" >...<
In der DDR gab es parallel Sechstage- und Bahnrennen in der Werner-Seelenbinder-Halle, sowie Straßen Radrennen.
1990 - 2009 weiter in der Deutschlandhalle, bis zum Abriss 2009 und in den 2010er Jahren Umzug ins "Velodrom" (Prenzlauer Berg, Landsberger Allee) und die Sixdays deutlich verkürzt, nur noch 2-3 Tage (Freitag - Sonntag) nicht mehr volle 6-Tage. Das Event heißt inzwischen "Sixdays Berlin".
FAZIT
Die Berliner Sixdays (Sechstagerennen mit Klaus Bugdahl, Rudi Altig, Rik van Steenbergen, Rik van Looy, Patrick Sercu und Wolf Jürgen Edler) waren "nie" nur Profi-Sport - es war jahrzehntelang ein Stück "Berliner Lebensgefühl": laut, chaotisch, sentimental, ein bisschen stark verrückt mit Prostitution (geiler Straßenstrich) und unkaputtbar.
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